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Mist zu Kompost machen

Durch Erkenntnis kann Mist zu Kompost werden

Seit Corona, dass uns alle im Jahr 2020 überraschte, erscheint uns die Welt als eine andere als zuvor. Deshalb müssen wir uns die unbequeme Frage stellen, wie konnte das, was damals ins Rollen kam, nur so scheinbar unabwendbar über uns hereinbrechen? Nicht um in alten Geschichten herumzuwühlen, müssen wir uns diese Frage stellen, sondern um uns aus heutiger Sicht und mit dem erforderlichen Abstand bewusst zu machen, durch welche Haltungen im Inneren eines jeden von uns und durch welche Missstände in unserem sozialen Organismus, unserer Gesellschaft, es so weit kommen konnte und wie wir ähnlichen Entwicklungen in Zukunft entgegenwirken können.

Unser sozialer Organismus

Spätestens seit 2020 wurde offenbar, dass die Übergriffigkeit der Obrigkeit keine Grenzen kennt. Die Obrigkeit in ihrer heutigen Ausprägung wird als Einheitsstaat bezeichnet, also eine Macht, die Zugriff auf alle gesellschaftlichen Bereiche und sogar – wie wir schmerzlich feststellen mussten - auf unser Privatleben hat. Nach der Idee der sozialen Dreigliederung müssen die drei Glieder, die dem sozialen Organismus naturgemäß zugrunde liegen, jedoch jeweils unter einer anderen Prämisse autonom verwaltet werden. Die Freiheit hat dabei im Geistesleben ihren Platz, die Gleichheit im Rechtsleben und die Brüderlichkeit waltet im Wirtschaftsleben. Während der Französischen Revolution, als diese Ideale erstmals das Licht der Öffentlichkeit erblickten, wurden Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit noch nicht in dieser Weise zugeordnet, da man damals selbstverständlich vom gewohnten Einheitsstaat ausging. Erst Dr. Rudolf Steiner erkannte vor etwa 100 Jahren, dass der soziale Organismus vonNatur aus bereits in drei Bereiche gegliedert ist und dass wir ihn nur lebendig halten können, wenn die drei genannten Ideale sich in den jeweils passenden Bereichen entfalten können. Diese Differenzierung aber macht den großen Unterschied zu den früheren Fehlversuchen, diese Ideale zu verwirklichen. Wie war es nun zu Zeiten der Pandemie um diese Ideale bestellt?

Freies Geistesleben?

Zum Geistesleben zählen Wissenschaft, Medien, Gesundheitswesen, Bildung und Religion. Wie uns spätestens mit dem Skandal über die RKI-Protokolle überdeutlich vor Augen geführt wurde, gab es unter dem Corona-Regime keine freie Wissenschaft. Vielmehr diktierte die Politik den wissenschaftlichen Institutionen wie dem Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), was dann der Öffentlichkeit gegenüber als wissenschaftliche Erkenntnis verkauft wurde. Wie aus den RKI-Protokollen unmissverständlich hervorgeht, waren die einzelnen Wissenschaftler zu teilweise durchaus abweichenden Forschungsergebnissen gelangt, die sie dann den Forderungen der Politik per order de mufti unterzuordnen hatten, wenn sie ihren Job behalten wollten.

Die Medien gelten bekanntermaßen als die vierte Macht im Staat und so gebärden sie sich auch. Das galt bereits seit langer Zeit, doch durch Corona wurde es für jeden, der es sehen wollte, überdeutlich. Die öffentlich-rechtlichen Medien waren und sind alles andere als frei, sondern nichts weiter als ein Sprachrohr der Narrative des Einheitsstaats. Der positive Nebeneffekt: Wie aus dem nichts sind viele alternative Medien aus dem Boden gesprossen, so dass wir heute über eine viel größere Bandbreite an Informationsmöglichkeiten verfügen. Dies scheint jedoch aus Sicht der Meinungsmacher unerwünscht und so suchen sie permanent nach Möglichkeiten, abweichende Sichtweisen zu verunglimpfen, schwer auffindbar zu verstecken oder möglichst sogar zu verbieten.

Das Gesundheitswesen war unmittelbar von den Maßnahmen betroffen. Für die in dieser Branche Arbeitenden ließ der Impfzwang nicht lange auf sich warten und die meisten Ärzte waren durchaus bereit, auch ihren Patienten ungenügend getestete Spritzen zu verabreichen, die sich zunächst als unwirksam und wenig später sogar als hochgradig gefährlich herausstellen sollten. Menschen, die in Institutionen wie Altenheimen wohnten, waren dieser staatlich verordneten Behandlungsmethode schutzlos ausgeliefert und bezahlten sie nicht selten mit ihrem Leben. Perfider Weise wurde nach außen das Gegenteil propagiert, nämlich dass man die Heimbewohner ja nur vor dem ach so bösen Virus schützen wolle. Welche Schande für einen „Rechtsstaat“ , dass bis heute nicht diejenigen verfolgt werden, die ihre Patienten nur allzu bereitwillig diesem Risiko aussetzten, sondern jene, die ihre Bedenken kundtaten und danach handelten!Schüler und Studenten wurden mit permanenter Test- und Maskentragepflicht schikaniert und litten zeitweise unter lähmender Isolation durch Schließung von präsentem Schul- und Universitätsbetrieb. Diese erzwungene Vereinsamung wirkte sich für junge Menschen besonders verheerend aus, was die traurigen Statistiken der rasant gestiegenen psychischen Störungen in den betroffenen Altersgruppen belegen. Hinzu kam mancherorts der gesellschaftliche Druck, sich doch besser impfen zu lassen. Nur in Einzelfällen wurde bekannt, dass sich Lehrer oder Eltern schützend für die ihnen Anvertrauten eingesetzt hätten. Richter, die ihr Urteil zu Gunsten der Schüler sprachen, wurden staatlicherseits verfolgt und bestraft wie im Fall des Dresdner Familienrichters. Auch vor den Stätten religiöser Gemeinschaften machte der lange Arm des Einheitsstaates nicht halt. Selbst zu christlichen Festtagen wurden Gläubige an der traditionellen Religionsausübung gehindert und auch an dieser Stelle vernahm man keinen Protest von Seiten der offiziellen kirchlichen Vertreter bzw. Institutionen. Weihnachtsmärkte, Restaurants, Theater und andere Institutionen der kulturellen Erbauung durften zeitweise nur unter bestimmten Voraussetzungen betreten werden. Ja selbst vor dem Blick in unsere privaten Räumlichkeiten machte das Auge des Einheitsstaates nicht halt.

Gleichheit im Rechtsleben?

Im Rechtsleben liegt die eigentliche Kernkompetenz des Staates. Es hat im Sinne der sozialen Dreigliederung die Aufgabe, die innere und äußere Ordnung auf angemessene Art und Weise aufrecht zu erhalten. Dazu zählte vor Corona jedoch nicht, Bürger, die auf ihre Grundrechte verweisen oder sich kritisch zu gewissen staatlichen Maßnahmen äußern mit Stigmatisierung, Bußgeldern oder gar Haftstrafen zu belegen. Die Gleichheit vor dem Gesetz muss, wie der Name sagt, für alle gleichermaßen gelten, was seit der Coronazeit auf erschreckende Weise missachtet wird. Meinungen, die dem Einheitsstaat nicht passen, wurden und werden mit bestimmten Begriffen belegt, die die Betreffenden zu Außenseitern der Gesellschaft diffamieren sollen. Mit allen Mitteln wird versucht, den Spaltpilz in der Gesellschaft zu manifestieren, so dass selbst Familienmitglieder und ehemalige Freunde aufgrund tiefsitzender Meinungsverschiedenheiten nicht mehr auf Augenhöhe miteinander reden können. Der übliche Weg der Gesetzgebung wurde für die immer neuen Erlasse und Verordnungen nicht eingehalten, sondern außerhalb der offiziellen demokratischen Entscheidungsgremien neue Institutionen gebildet, wie beispielsweise die Ministerpräsidentenkonferenz.

Es kann sich uns der Eindruck aufdrängen, dass auch die staatlichen Organe nicht unabhängig von den Einflüsterungen der Wirtschaft agieren, sondern vielmehr deren massiver Einflussnahme unterliegen. Zu Zeiten von Corona war es die Pharmaindustrie, die ein Interesse am Verkauf möglichst vieler Impfdosen hatte und bis heute nicht schlecht an den Folgeerscheinungen der Massenverabreichung dieser „Medikamente“verdient. Nun, in Zeiten, in denen das Kriegsgeschrei unüberhörbar geworden ist, dominiert wohl die Waffenindustrie das Geschehen. Parteien, die sich in früheren Zeiten den Frieden auf die Fahnen geschrieben hatten, machten unversehens eine 180-Grad-Drehung. Sind unsere Politiker etwa nichts weiter als lenkbare Marionetten am Gängelband einiger Großindustrieller?

Brüderliches Wirtschaftsleben?

Brüderlichkeit war nicht das vorherrschende Ideal, das wir während der Coronazeit im Wirtschaftsleben beobachten konnten. Diese Brüderlichkeit sollte sich laut der Idee der sozialen Dreigliederung in einer ausgewogenen Verständigung zwischen den drei Partnern des Wirtschaftslebens: Produzenten, Logistikern und Konsumenten äußern, der sogenannten Assoziation. Eine große Produzentengruppe dieser Zeit waren eindeutig die Konzerne der Gesundheitsindustrie. Der Bedarf an Masken, Impfstoffen, Teststäbchen usw. orientierte sich keineswegs direkt am Verbrauer, sondern wurde durch die zwischengeschaltete Politik durch Verordnungen und Gesetze erst erzeugt, und zwar unter massivem Druck. Trotz aller Register, die auf diesem Gebiet gezogen wurden, um den Absatz zu steigern, waren unsere Behörden wohl allzu großzügig beim Einkauf der genannten Artikel, denn letztlich blieben sie auf Tonnen nicht benötigter Medizinprodukte sitzen, ein Milliardengeschäft der Pharmakonzerne auf Kosten des Steuerzahlers mit Unterstützung der Politik.

Fazit

Die angedeuteten Krankheiten des sozialen Organismus existieren selbstverständlich nicht erst seit Corona, doch in dieser Deutlichkeit sind sie uns durch diese Krise so richtig zum Bewusstsein gekommen. Nun ist es an der Zeit, aus dem Geschehenen die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Voraussetzungen für die Gesundung des Patienten zu schaffen. Wir können die Krise als Weckruf begreifen, als Warnung vor weiteren Übergriffen des Einheitsstaats. Doch wir müssen jetzt unsere Lähmung durch Angst und Bequemlichkeit überwinden und den Mist der Vergangenheit zum Kompost der Zukunft umgestalten. Nun gilt es die Samen an den richtigen Stellen zu säen, aus denen zukünftig Pflanzen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gedeihen können. Wie in einer vernünftig betriebenen Medizin müssen die Ursachen der Erkrankungen erkannt und von der Wurzel her behandelt werden, statt weiter stümperhaft an den Symptomen herumzudoktern. Voraussetzung ist ein radikales Umdenken, denn es gibt nicht die eine rettende Pille, weder für unseren menschlichen noch für den sozialen Organismus. Wenn wir zur Gesundung beitragen wollen, müssen wir bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, statt uns weiterhin vorschreiben zu lassen, wie wir zu denken, zu fühlen und zu handeln haben. Nachdem die Wahrheit immer mehr offenbar geworden ist und weiterhin wird, ist die Voraussetzung für die Freiheit geschaffen, denn eigentlich könnten wir es schon seit 2000 wissen:„…und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und in der Erkenntnis der Wahrheit werdet ihr die Freiheit finden.“ (Joh. 8, 32)

Ursula Dziambor

Categories: HINTERGRÜNDE

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